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Ehrliche Meinung

Jugendbücher

Eine ehrliche Meinung über die Selection Buchreihe

21. Juli 2018
Cover von Band 1 der Selection Reihe

Band 1: Selection (Bildquelle)

Sehen wir es ein: völlig neue Buchkonzepte zu finden ist heutzutage kaum noch möglich. Alles erinnert irgendwie an etwas anderes – ein Grund, warum bei uns in jeder Rezension ein „Erinnert an“ zu finden ist. Auch jede erdenkliche Liebesgeschichte wurde schon hunderte Male erzählt. Sie: arm, charismatisch, selbstlos. Er: ein Prinz, bedacht, romantisch. Mal ist es Liebe auf den ersten Blick, mal eine langsame Entwicklung. Auch immer wieder zu finden: der zweite Love Interest, der um die Gunst des Mädchens buhlt. Und obwohl wir das alles schon hundertmal gelesen haben, gibt es immer wieder Bücher, die so besonders sind, dass auch das hundertunderste Lesen hier noch Spaß macht.

Und dann gibt es Bücher wie die Selection Reihe. Bei denen ich mir viel erhofft hatte, aber durchweg enttäuscht wurde.

Aber beginnen wir einmal vorne.

Ich habe übrigens alle Selection Bücher als englische Hörbücher gehört. Da ich bei Overdrive angemeldet bin, war das für mich kostenlos – sonst hätte ich wahrscheinlich nach Band 2 aufgehört, weiterzuhören.

Als Warnung vorweg: es folgen Spoiler für Selection Bände 1 bis 3. Über die Bände 4 und 5 hätte ich auch einiges zu sagen, das würde hier aber den Rahmen sprengen.  Continue Reading

Kinderbücher Lesen mit Kindern

Eine ehrliche Meinung über Conni mit der Schleife im Haar

3. Juni 2018

Conni gibt es bei uns auch als PuppeWährend die Helden unserer Kindheit eher Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen waren, kommen die Kinder der Buchfamilie heutzutage kaum an den Kinderbüchern um die kleine Conni mit der Schleife im Haar herum. Für das Kind ist es ja auch super – Conni erlebt alles, was unsere kleine Leserin selbst schon erlebt hat oder noch vor sich hat. Sie fährt in den Urlaub, kommt in den Kindergarten oder bekommt ein Geschwisterkind.

Conni gehört zum Inventar. Wortwörtlich.

Neben dem Band Conni-Geschichten die stark machen haben wir diverse Einzelbände, besitzen ein Conni-Malbuch, eine Conni-Puppe sowie zwei Figuren für die Toniebox die jeweils zwei Geschichten abspielen. Genau diese zwei Figuren waren über ein halbes Jahr der tägliche Begleiter der damals Dreijährigen. Sie hatte die Toniebox nicht zum Geschichten hören, sondern zum Conni hören. Obwohl sie die Wahl aus zehn verschiedenen Figuren hat, wünschte sie sich jeden Abend zum Einschlafen eine ihrer Connis. (Über unsere Toniebox habe ich hier mehr geschrieben.)

Prinzipiell finden wir es toll, dass es da eine „Freundin“ für das Kind gibt, der sie so nahe steht und der sie gerne immer wieder begegnet. Viele der Geschichten mögen wir selbst auch gerne und manchmal gibt es auch gleich eine praktische Moral mitgeliefert (z.B. bei Conni geht verloren). Manche Conni Geschichten sind bei uns allerdings nach dem ersten Lesen verschwunden.

Eine kleine Auswahl unserer Connis. Bücher, Puppe und Tonie FigurenWas gibt es an Conni auszusetzen?

Nun, ein Beispiel ist das Buch Conni geht zum Friseur. Wir bekamen es geschenkt und lasen es, um das Kind auf ihren ersten Friseurbesuch vorzubereiten. Im Buch hat Conni Angst vor genau diesem Besuch und trifft sich daher vorher mit einer Freundin. Diese ist Friseur-Profi und war schon oft beim Haare schneiden. Die Kinder spielen Friseur. Unter anderem malen sie sich dabei mit Wasserfarben ihre Haare bunt an. Danach stecken sie sich tolle Frisuren und als Connis Haare nicht halten wollen, klebt die Freundin ihr kurzerhand einen Kaugummi ins Haar. Äh?! Continue Reading