Kinderbücher

Mein Freund Max – Kinderbuch Rezension

12. Juni 2018

Mein Freund Max - Cover von Max lernt schwimmen und Max baut ein PiratenschiffHeutzutage gibt es so viele Kinderbuchreihen, in denen wir einen kleinen Protagonisten bei allen alltäglichen Dingen begleiten. Die Eingewöhnung in die Kita, ein Wochenende bei Oma oder schwimmen lernen. Uns fallen da ganz spontan ein: Conni, Leo Lausemaus und Max. Für Kleinkinder ist es schließlich toll, ihren Alltag in Büchern zu sehen. Es erleichtert manche Situationen, bereitet sie auf andere vor.

Vor kurzem haben wir schon darüber geschrieben, warum die Eltern der Buchfamilie keine großen Fans von Conni mit der Schleife im Haar sind. Viel beliebter bei uns: die Reihe Mein Freund Max*.

Max ist die bessere Conni

Das hat ein paar einfache Gründe:

  • Max hat eine beste Freundin die ein richtig starkes Kind ist – hier können sich also Jungs und Mädchen als Leser leicht wiederfinden
  • Seine Eltern erziehen gleichberechtigt ihre Kinder und sie sind nicht immer perfekt dabei
  • Die Illustrationen gefallen uns wirklich gut
  • Die Reihe ist vielfältig und deckt viele für Kinder aufregende Situationen ab

Conni hingegen hat die Klischee-Familie Mutter-Vater-Tochter-Sohn mit dem viel arbeitenden Vater und der Kinder betreuenden Mutter. Dies ist in vielen Familien die Realität und daher auch kein Wunder, dass es sich in dieser beliebten Reihe so wiederfindet. In unserem Umfeld gibt es allerdings deutlich mehr Lebensentwürfe die gleichberechtigte Eltern einbeziehen. Und das möchte ich meinem Kind auch in Büchern vorleben.

Unsere Favoriten

So wurde also vor dem Ausflug an den See Max lernt schwimmen* gelesen. Als ein Krankenhausaufenthalt für die Dreijährige bevorstand lasen wir Max im Krankenhaus*.

Cover von Max lernt schwimmenUnser Lieblingsteil bisher: Max sagt Stopp*. Darin lernt das Kind, dass es in Ordnung ist, ab und an Stopp zu sagen. Ob es nun übergriffige Bekannte der Eltern sind, die ihnen ungewollte Küsse aufdrücken. Oder andere Kinder im Kindergarten oder der große Bruder, der ärgert. Es wird einfach gesagt: Stopp, ich will das nicht. Und wer sich nicht daran hält, macht eine kurze Pause. Wir finden wichtig, dass das Nein eines Kindes zählt, denn oft genug setzen sich Erwachsene einfach darüber hinweg. Daher haben wir auch dem Kind beigebracht, dass es wie Max sagen darf: Ich will das nicht.

Eine weitere sehr beliebte Max Geschichte in unserem Haus ist Max baut ein Piratenschiff*. Hier baut er mit Pauline in seinem Garten ein Schiff aus einer alten Radgabel, einem Laken und weiterem Zubehör. Dann basteln sie sich entsprechendes Zubehör, wie einen Säbel und eine Augenklappe. Und schließlich wird Piraten gespielt! Die Geschichte hat die Begeisterung für Piratengeschichten bei der Tochter geweckt. Außerdem ist es eine Geschichte, die nicht den Zeigefinger erhebt um eine Moral zu vermitteln. Es geht einfach um ein fantasievolles Spiel der Kinder.

Große Auswahl

Diese Bücher öffnen auch immer das Gespräch mit dem Kind. So haben wir uns nach dem Lesen von Max geht nicht mit Fremden mit* damit befasst, wer genau als Fremde zu bezeichnen sind. Bei welchen Kita-Eltern wäre es in Ordnung, bei welchen nicht? Denn der Fremde in Max‘ Buch ist kein absolut Unbekannter für ihn, sondern ein Nachbar, den er vom Sehen her kennt. Es ist spannend, welche Gedanken nach solchen und ähnlichen Büchern bei Kindern aufkommen.

Max erlebt so ziemlich alle Alltagssituationen, die Kleinkinder und Kindergartenkinder beschäftigen. Die Bücher helfen, um eine Vorstellung der kommenden Situation zu bekommen. Wie sieht so eine Eingewöhnung in der Kita aus oder was erwartet ein Kind bei einem Krankenhausbesuch? In verständlichen Texten und klaren Bildern lernen die Kinder diese Orte bereits kennen und der Übergang fällt ihnen damit leichter.

 

Wer ist euch lieber – Max, Conni oder doch Leo Lausemaus? Lest ihr vor neuen Situationen auch manchmal solche Bücher um eure Kinder darauf vorzubereiten?

 

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